… und andere Tiere

Zu unserer tierischen Familie gehören Hunde und Pferde, Katzen und Hühner. Außerdem leben viele Wildvögel und anderes Getier hier am Hof. Auch gibt es Tiere, die einige Zeit im Jahr zu Besuch kommen.

Unsere Hunde:

Gehören zur seltenen Rasse der Islandhunde, auch Isländischer Hütehund oder Islandspitz genannt, also zu den Spitzartigen und Hunden vom Urtyp.

Hákon, unser Hundesohn und Blaja, unser Mädchen, die eigentlich das kleine Raubtier von den beiden ist und eine Passion für Grabungsarbeiten hegt, sind sehr eigenständig, ideenreich, wanderfreudig - besonders Hákon -  und teilen sich gern mit.

Sie sind voller Freundlichkeit dem Menschen gegenüber  und vertraut im Umgang mit ihren tierischen Hofgenossen, geraten jedoch außer sich, wenn Raubvögel den Hof überfliegen, obwohl wir weder Lämmer noch Trockenfleisch zu bewachen haben. Es ist eben einfach eine der  ihnen von ihren Vorfahren überkommenen Aufgaben.

Sehr wichtig nehmen sie auch ihre Aufgabe als Bewacher. Auch in dieser Funktion lassen sie gern ihre klaren und lauten Stimmen erschallen, mit denen sie regelmäßig auch das tägliche Läuten der Kirchenglocken begleiten.

Und ganz wichtig ist, die Pferde von der Weide zu treiben. Der wichtigste Termin am Tag - gut, nach den Futterzeiten.  Nun würden unsere Pferde diesen Service nicht unbedingt benötigen, aber alle Seiten halten an dem Ritual fest. Wenn die Hunde bellend angesaust kommen, ist für die Pferde Zeit, nach Hause zu wandern.

Je nach Witterung und sonstiger Geneigtheit kommen sie gemächlich daher geschlendert, oder die ganze Bande aus Hunden und Pferden  tobt lautstark heran. Genau wissen wir es vorher nie. Und dann wird gern im stinkigen, torfigen Kanal gebadet.  Also von den Hunden. Es muss wunderbar sein!

Unsere Pferde:

Unsere Pferdefamilie setzt sich aus drei Islandpferden, zwei blütigen Damen und zwei Highlandern zusammen.

Kátina, die Muntere, ist 24 Jahre alt,  unser Rehepferd und der Anlass für uns, uns dafür zu entscheiden, einen Hof zu suchen und unsere Pferde selbst zu halten. Unsere blonde Fuchsstute war immer kraftvoll und ungeduldig, dabei absolut zuverlässig. Wenn mein Bein mal nicht so will, wird sie neben mir langsamer, lässt mich an ihr Halt finden und begleitet mich durch den tiefen Sand.

Seit ich vor vielen Jahren meine erste große Pferdeliebe einschläfern lassen musste, war Kátina, die Pferdedame mit dem schwierigen Charakter, das erste Pferd, das mein Herz wieder ganz geöffnet hat. So, dass nach ihr und mit ihr auch die anderen einziehen konnten.

Dyggur, der Treue, ist 25 Jahre alt. Mit Kátina über viele Jahre in Liebe verbunden, denn mit uns und miteinander  sind sie und wir seit 16 Jahren zusammen. Den isabellfarbenen Wallach Dyggur kann man kaum angemessen beschreiben. Er ist voller innerer Stärke und Güte.  Uns gegenüber so wie im Umgang mit seiner Pferdefamilie.

Er strahlt völlige Autorität aus, ohne jegliche Aggression, in völlig gelassener Überlegenheit.  Zeigt er Grenzen auf, so mit geringstem Hinweis, ein Zucken des Ohres, ein Blick. Das genügt.  Yaima war zwar von anderem Blute, aber sein Herzenskind, die alles bei ihm durfte. Und dem kleinen Stuart zeigt Dyggur voller Geduld und Nachsicht den Weg.

Heiður, der Klare, ist 12 Jahre alt und seit seiner Geburt in unserer Familie, wenn er auch erst in einer Aufzuchtherde lebte. Dieser braune Wallach  ist ein ausgeglichener,  fröhlicher Geselle, ähnlich wie die Hunde sehr ideenreich. Lässt sich ein Zaun auseinanderbauen, tut er es.  Dabei ist er sehr sensibel.

Bin ich über etwas verärgert und bringe Anklänge dieser Stimmung in seine Nähe, reagiert er sofort und zeigt  mir, das er derart Schlimmes gar nicht verträgt. Im Übrigen ist er ein Stubenhocker, der gern allein in den Stall geht und es sich in der Einstreu gemütlich macht. Er widerspricht allen, die meinen, dass Isländer keinen Stall benötigen. Heiður schon!

Tessa, eine 25 Jahre alte Arabermix-Stute, kam erst hier auf dem Hof zu uns, vor ca. 9 Jahren. Sie war eine Zeit lang in einem Verleihstall und mochte Menschen nicht mehr sehr.

Tessa, unser weißes Mädchen, ist  empfindsam,  heute sehr lieb und sanft und benötigt viel zärtliche Zuwendung, zeigt auch gern, wo genau sie gerade im Moment gekrault werden möchte.  Tessa sucht sich aber genau aus, wen sie so nah an sich heran lässt.

Yaïma  die Gesegnete, ist die 7-jährige Tochter von Tessa und einem reinen, lackschwarzen Berberhengst.  Sie wurde hier am Hof geboren, was ein großer Glückstag war. Yaïma ist Schimmel, wie ihre Mutter, gegenwärtig jedoch noch recht dunkel. Sie ist eine höchst eigenwillige Dame.

Wenn man ihr jedoch in Ruhe erklärt, was man möchte und warum, dann lässt sie sich überzeugen. Meint man, einfach mal so über sie verfügen zu können, kann sie sich sehr erregt und empört zeigen. Bei neuen Menschen muss sie erst schauen, ob sie Audienz gewähren mag. Bei ihren Menschen ist sie sehr lieb und sucht viel Zuwendung.

Grania of Dykes, eine 18 jährige Highlandpony Stute, ist erst Ende letzten Jahres zu uns gekommen, aber schon ganz en famille.  Über ihren Charakter werden wir erst im Laufe der Jahre mehr sagen können. Jedenfalls ist Granis grundsätzlich von ruhigem, freundlichem Wesen und nach anfänglichem Abwarten, was ihr hier wohl begegnen mag, immer zugewandter.

Sie stürmt auch nicht mehr wie eine Wilde Richtung Weide oder Futterschüssel, sondern hat verstanden, dass für sie gesorgt ist, die anderen ihr nichts nehmen und sie sich nichts erkämpfen muss. Wir sind freudig gespannt auf unseren weiteren Weg mit ihr.

Stuart of Milbrock , ebenfalls ein Highlandpony, ist gerade ein Jahr alt und hat als Absetzer gemeinsam mit Grania die Reise zu uns unternommen.  Was soll ich sagen? Unser kleines Hengstchen ist einfach wunderbar. Von großer Freundlichkeit, sehr sanft  - und manchmal ganz schön unter Stress.

Da er doch die Herde zusammenhalten will, aber  nicht alle Familienmitglieder gleichzeitig im Auge behalten kann.  So ein junger Hengst hat es manchmal nicht einfach. Aber zum Glück kann er mit Heiður toben und unter Dyggurs Anleitung zur Ruhe finden.

Und überall sind die Katzen.

Eigentlich dachten wir, wir nehmen ein Pärchen aus einem Katzenwurf. damit sie nicht allein sind. Dann haben sie sich durch Zuzug wundersam vermehrt. Leider mussten wir unsere älteste Katze, die schon vorher hier am Hof gelebt hat und uns erklärt hat, dass sie bei uns wohnen wird, unsere Kleine Mau im letzten Jahr einschläfern. Nun sind es noch vier Katzen, die uns in unserem Hofleben begleiten.  Unsere Versuche, sie als Stallkatzen zu halten, sind kläglich gescheitert.

Sie haben uns nach und nach gezeigt, wie sie sich die Sache vorstellen. Natürlich sind sie im Stall, im Garten und auf den Wiesen unterwegs. Aber dann, bitte, möchten sie ins Haus kommen. Jeder natürlich nach seinem eigenen Rhythmus. Ich habe wirklich gedacht, dass Katzen nicht wie Hunde die Beziehung zum Menschen suchen. Ich habe mich geirrt. Diese hier  wollen Nähe, sie wollen Zuwendung. Sie suchen viel Zärtlichkeit. Und unsere Kater waren sogar bereit, um den Preis, geliebte Plätze im Haus nicht aufgeben zu müssen, Burgfrieden miteinander zu schließen. Dann kann man sich nämlich eine Couch teilen.

Es sind Gary, ein karamellfarbener Kater und Adele, unsere dreifarbige Glückskatze, seine Schwester, beide 10 Jahre alt. Marmaduke-Mikesch (für mich Marmaduke, für meinen Mann Mikesch) ist der 8- Jährige Sohn unserer geliebten Kleinen Mau, die nicht mehr bei uns ist.  Grau getiegert wie sie, sieht er seiner Mutter insgesamt  sehr ähnlich, hat aber nicht ihre gelassene Stärke. Marmaduke sucht besonders gern die Nähe der Hunde, die ja seit seinen ersten Tagen um ihn waren.

Blacky, unser jüngstes, fünfjähriges Katzenkind, sucht besonders intensiv unsere Nähe und braucht besonders viele Streicheleinheiten. Seine Mutter brachte ihn uns. Die schöne schwarze Katze besuchte immer wieder unseren Hof. Hatte sich wohl mit Kleiner Mau abgesprochen, denn sie zog an gut sichtbarer Stelle in einen Karton in der Futterküche. Aber nur wenige Tage, dann war sie weg.

Wir denken, sie wird sich zum Sterben gelegt haben und vorher einen Ort für ihren Sohn gesucht haben.  Und sie hinterließ ihren winzigen schwarzen Sohn. Mein Mann hat das kleine ängstliche Katzenkind als Erster anlocken können. Mau und die anderen haben ihn mit aufgezogen. Mit Maus Sohn zieht er „um die Häuser“.  Aber am schönsten ist es, wenn mein Mann nach Hause kommt, und Blacky abends, im Sessel auf Uwes Bauch liegen kann.

Inzwischen sind auch Hühner bei uns eingezogen.

Wir wollten gern große Hühner haben, damit sie Hunden und Katzen etwas entgegenzusetzen hätten. Sie sollten keine Fußbefiederung haben, weil es hier viel Regen geben kann, damit sie weniger empfindlich gegen Schlamm sind. Und es sollte eine eher zutrauliche Rasse sein. Wir haben Orpington-Hühner ausgesucht, sie alle mit dem Auto bei ihren Züchtern abgeholt und freuen uns sehr an ihnen.

Morgens spazieren sie durch den Hof, trinken sehr gern aus dem Hundepool,  nehmen Sandbäder unter der Tanne und schauen allgemein überall nach dem Rechten. Mittags gibt es das Salatbuffett, dann kommen sie in den Stall gesaust. Und nachmittags flanieren sie in ihrem Auslauf.

Es sind die goldfarbenen  Aglaja und Aurora, die schwarzen Hennen mit dem grünen Glanz, Emilia und Esmeralda, und zwei graue, die  blau gefiederte Pocahontas und eine gesplaschte, mit dunklen Einsprengseln im hellen Gefieder , unsere kleine Penelope.

Und dann gibt es Oberon, unseren wunderschönen weißen Hahn, der gut auf seine Hennen achtet und von sehr freundlichem Wesen ist. Wenn er morgens kräht, antworten ihm die Hunde.

Besuchskühe:

Eine Zeit im Jahr bekommen wir Besuch. Ein Freund bringt seine beiden schönen, kleinen, schwarzen Dexter Kühe mit ihren Kälbchen, was sie und uns erfreut und unseren Weiden gut tut. Die Pferde und sie und die Hunde und die Kühe kennen sich. Auch dort, alles friedlich miteinander.  Wenn die Hunde auf die Weide gestürmt kommen, um den Pferden Bescheid zu sagen, dass es heim geht, lassen sich die Kühe gar nicht in ihrer Siesta stören.

Der Besuchs-Storch:

Altmarkhof Baars - Storch zu Besuch

Im Frühjahr kommt dann der Storch zurück. Er hat seit einigen Jahren mit seiner Partnerin ein Nest auf einem Haus im Dorf. Und täglich kommt er uns besuchen. Er sitzt gern ein Weilchen auf dem Dach. Vor allem aber fliegt er zu den Pferden in den Auslauf.

In einem Areal haben wir viele Heuhaufen verteilt, damit die Pferde herumwandern und Heu grasen können wegen der begrenzten Weidezeit.

Und der Storch weiß das natürlich. So kommt er täglich zu Besuch und holt sich ein paar Schnabel voll Heu für sein Nest. Die Pferde stören sich nicht daran. Sie kennen ihn ja. Das geht nun schon ein paar Jahre so und bereitet uns große Freude.

Unser kleiner Stuart allerdings, würde dieses interessante Wesen gern genauer untersuchen, aber so nah mag Herr Storch es dann doch nicht.

Andere gefiederte Freunde:

Altmarkhof Baars - Vogel-BadZu dem Leben am Hof gehören viele Wildvögel. Sie kennen die Futterplätze und wissen, wann die befüllt werden. Und dann herrscht reges Treiben im Garten. Scharenweise sitzen sie in den Büschen und in der alten Magnolie. Und sehr beliebt ist die Badeplattform im Brunnen. Da gibt es viel Geflatter am Vogelbad.  Anschließend wird nebenan, im kleinen Sandloch neben der Terrasse, ein Sandbad genommen.

Mittags, wenn die Hunde im Haus sind und sie nicht verjagen können, spaziert dann Frau Elster durch den Garten. Und Herr und Frau Taube schauen mal, wie es am Brunnen aussieht und wo es noch etwas zu picken gibt. Aus dem hohen Nussbaum kommt gelegentlich die Krähe zur Magnolie geflogen, um mal zu sehen, ob Meisenknödel ihr nicht auch schmecken.

Die Schwalben sind weniger hinter dem Haus, sie sind mehr im Vorhof und den Scheunen, wo sie jedes Jahr ihre Nester haben und mehrmals brüten, bis sie sich auf dem Dach der großen Scheune für Flugübungen sammeln und den Sommer allmählich beenden.

Und abends singen die Nachtigallen, und im Sommer gibt es Glühwürmchen. Nachts fliegen die Fledermäuse, die im Torhaus wohnen über den Hof. Und jedes Jahr wohnen Hornissen bei uns, besuchen uns auch in der Wohnung, sind aber friedlich.

Die Wächterin:

Und unter dem alten Holunder wacht der Drache der Weisheit und bringt uns Glück.
Altmarkhof Baars - Drache der Weisheit

©2020 Altmarkhof für Tiergestützte Intervention, Diplom-Psychologin Christina Diercks-Kowalewski, Heilpraktikerin für Psychotherapie, dipl. Reittherapeutin